Genossenschaftliches Wohnen im Anscharpark

Genossenschaftliches Wohnen im Anscharpark

Bauherr Anscharpark GbR, bgm-Wankendorfer-WOGE-GWU
Projektadresse Heiligendammer Straße,
24106 Kiel
Wohn- / Nutzfläche 10.998 m2
Planungsbeginn 2014
Fertigstellung 2018
Baukosten 32 Mio. Euro
Leistungsphasen 1 – 9

Das 1908 errichtete Marine-Garnisonslazarett wurde nach fast 100- jähriger medizinischer Nutzung 2004 aufgegeben. Seither wurde versucht, für dieses herausragende Zeugnis der Baukultur mit seiner unter Schutz stehenden parkartigen Grünanlage und seinen denkmalgeschützten Pavillonbauten eine andere und sinnvolle Nutzung  möglich zu machen. Leider gab es in der Vergangenheit viele Widerstände, Probleme und Hürden zu überwinden, was letztlich zu immer weiter fortschreitendem Verfall der Altbauten geführt hat.

Das von BSP zusammen mit der CONPLAN-Betriebs- und Beratungsgesellschat entwickelte Konzept einer Mischung aus Wohnen und Arbeiten, kombiniert mit einer behutsamen Nachverdichtung war erfolgreich.
BSP realisierte Neubauten für zwei private Baugruppen und mit der Sanierung des Pförtner- und  des heutigen Atelierhauses konnten die ersten Altbauten wieder in die Nutzung genommen werden. Das alte Kesselhaus und weitere Altbauten stehen in Kürze zur Sanierung an.
Nachdem endlich durch das Zusammenspiel mehrerer Wohnungsgenossenschaften das Anscharpark-Gelände erworben werden konnte,  wurde auch mit der Planung der Neubauten für die Nachverdichtung begonnen. Hier sollen insgesamt 153 Wohnungen entstehen, die BSP Architekten in Zusammenarbeit mit dem Büro Schnittger Architekten+Partner plant und realisiert. Dabei waren Vorgaben der Denkmalpflege zum Erhalt von Bäumen, Dächern und Material auch für die Neubauten einzuhalten. Um den Parkcharakter nicht zu beeinträchtigen wird der gesamte ruhende Verkehr in einer unter den Neubauten befindlichen Tiefgarage verschwinden.
Der Bauantrag für dieses umfangreiche Projekt konnte im März 2015 gestellt werden.
Leider konnten  aufgrund der sehr geschädigten Bausubstanz 3 der alten Pavillonbauten, die jedoch für das Gesamtensemble eine untergeordete Rolle gespielt haben, nicht gerettet werden und mussten abgerissen werden.