Pergolenviertel Hamburg

Pergolenviertel, Hamburg

Bauherr Baugemeinschaft Uns Lüü GbR,
Baugemeinschaft Pergolenpartner GbR
Baugemeinschaft StadtparkWohnen eG i.Gr. / To Huus
Projektadresse Alte Wöhr, 22303 Hamburg
Wohn- / Nutzfläche  7.680 m²
Planungsbeginn  06-2018
Fertigstellung  07-2018
Leistungsphasen  Wettbewerb (LP2)

Im Hamburger Norden in der Nähe des Stadtparks entsteht aus insgesamt zehn großmaßstäblichen Gebäudeblöcken das Pergolenviertel. Das südlichste dieser Baufelder ist ausschließlich Baugemeinschaften vorbehalten. Im Wettbewerbsverfahren sollten hier rund 160 Eigentumswohnungen unterschiedlichster Ansprüche entworfen werden, die durch einen stringent einzuhaltenden Gestaltungsleitfaden mit einer homogenen Fassade zusammengebunden wurden. Der Block wurde in ein südliches und ein nördliches Baulos unterteilt.
BSP Architekten haben in ihrem Entwurf versucht, trotz einer vorgegebenen Gebäudetiefe von 15 m nicht nur gute Wohnungen, sondern auch qualitätvolle, natürlich belichtete und kommunikationsfördernde Erschließungszonen und Treppenhäuser auszubilden. Unser Grundriss- und Fassadenkonzept ermöglicht eine gewisse Flexibilität, um den vielfältigen Wohnungsmix zu gewährleisten und auch auf kommende Bauherrenwünsche problemlos eingehen zu können.

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Unser wichtigstes Anliegen war es, gut belichtete und möblierbare sowie vielseitig nutzbare Wohn- und Individualräume und Raumzusammenhänge zu schaffen. Das bedeutete bei der großen Gebäudetiefe, dass diese „Lebensräume“ und Küchen konsequent an der Fassade und die Nebenräume im weniger belichteten Zentrum des Hauses liegen.

Die Fassade ist entsprechend dem Gestaltungsleitfaden mit einem rötlichen Ziegel in zwei Formaten und mit einer Ziegelbänderung horizontal gegliedert. An den Blockaußenseiten erhalten alle Wohnungen Loggien, zum Innenhof sind teilweise zusätzliche Balkone vorgesehen. Besonderes Gestaltungsmittel sind die außenliegenden Markisoletten, die den sommerlichen Wärmeschutz sowohl vor den Fenstern als auch auf den Loggien sicherstellen.

Im Übergang von den vier- zu den achtgeschossigen Gebäudeteilen erhalten die Hausgemeinschaften Zugang zu gemeinschaftlichen Dachterrassen. Im östlichen Erdgeschossbereich des Blocks ist ein Nachbarschaftscafé mit zusätzlichen Gemeinschaftsflächen an einem der quartiersprägenden, bogenförmigen Durchgänge vorgesehen.

Unser Büro erhielt im Wettbewerb den zweiten Preis. Während die Jury Grundrisse und die Wirtschaftlichkeit sehr gut bewertete, entsprach unser Ansatz, dem mächtigen Baukörper mit einer kleinteiligen und lebendigen Fassadengliederung die Strenge zu nehmen, nicht der großstädtischen Intention der Auslober.