Kita Buschblick, Kiel-Friedrichsort

Kita Buschblick, Kiel-Friedrichsort

Bauherr  Stadt Kiel
Projektadresse  Buschblick 103, 24159 Kiel
Wohn- / Nutzfläche  2.400 m²
Planungsbeginn  05-2017
Fertigstellung  06-2017
Baukosten (LP 2 – 7)  3,2 Mio. €
Leistungsphasen  Wettbewerb (LP2)

Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, die bestehende Kita Buschblick in Kiel-Friedrichsort im laufenden Betrieb sukzessive durch einen Neubau zu ersetzen. Das Grundstück besitzt zudem ein starkes Gefälle von mehr als drei Metern und einen attraktiven Baumbestand, der trotz des engen zur Verfügung stehenden Baufelds zu erhalten war.

Grundidee unseres Entwurfs war es, jeweils zwei Gruppen in einem zweigeschossigen, polygonalen „Haus“ übereinander zu verorten und diese Häuser mit einer Multifunktionszone unter einem Dach zu verbinden. Nach außen hin treten diese Häuser nicht einzeln in Erscheinung, da sie mit einer durchlaufenden Fassade aus senkrechten Holzlamellen zusammengebunden werden. So entsteht ein einheitlicher, im Grundriss sternförmiger Baukörper, der sein differenziertes Inneres nur erahnen lässt. Im Inneren entsteht ein offenes Raumgefüge, das durch die Hauskörper klar strukturiert ist und übersichtlich bleibt.

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Der Höhenunterschied des Grundstücks wird so ausgenutzt, dass von beiden Geschossen ebenengleiche, barrierefreie Ausgänge entstehen – im Erdgeschoss nach Südwesten als Haupteingang und nach Osten zur unteren Gartenebene, im Obergeschoss nach Norden zur oberen Gartenebene. Der Garten wird in eine untere und eine obere Zone gegliedert, die über Terrassen und Rampen miteinander verbunden werden.
Die einzelnen Häuser werden jeweils durch ein wandartiges, unterschiedlich nutzbares Einbaumöbel gegliedert. Dieses Möbel kann je nach Bedarf Trennwand oder Einbauschrank sein, eine Hochebene oder auch eine Kletterwand aufnehmen. Jeder Gruppenraum erhält ein großes Fenster, das sich durch die Holzfassade nach außen schiebt und von innen mit einer tiefen Fensterbank als Lümmelbank genutzt werden kann. Weitere Fenster werden von den Holzlamellen überlagert, womit sie tagsüber nur schemenhaft erkennbar sind, bei Dunkelheit aber deutlich hervortreten.
Der zentrale Raum, der sich zwischen den Häusern ergibt, nimmt in erster Linie die gemeinsamen Funktionen wie Foyer, Treppe, Aufzug sowie Speiseraum auf und dient als gemeinsame Innenspielfläche. Der Bewegungsraum kann mit großen Schiebetüren zu dieser Fläche geöffnet und erweitert werden. Nebenräume wie Garderoben, Technik, und WCs werden in den kleineren Flächen zwischen je zwei benachbarten Häusern platziert.