Falckstraße, Kiel

Falckstraße, Kiel

Bauherr  Rohwer Immobilien GmbH
Projektadresse  Falckstraße 16, Kiel
Wohn- / Nutzfläche 355 m2
Planungsbeginn  05-2014
Leistungsphasen  Wettbewerb

Das neue Gebäude Falckstraße 16 soll an dieser prominenten Altstadtecke eine bescheidene Selbstverständlichkeit ausstrahlen. Die starke Plastizität der gründerzeitlichen Fassade wird durch ein feines Relief, Texturen und hochwertigen Materialien in unsere Zeit transportiert. Das Hauptmaterial der Fassaden wird ein rotbunter, altstadttypischer Ziegel im Kieler Format. Fenster und Türen erhalten Leibungsbekleidungen aus Muschelkalkplatten, die dem einfachen Ziegelmaterial eine noblen Eleganz entgegensetzen.

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Das Dach wird als einfaches Walmdach ausgebildet, lediglich im Anschluss an das benachbarte Gebäude Baufeld 7 auf der Alten Feuerwache wird ein Zwerchhaus angeordnet, das beiden Häusern auf einfache Art ihre Eigenständigkeit ermöglicht. Zu den Straßen erhält das Dach eine steile Neigung mit 60°, dadurch kann auf Gauben verzichtet werden. Die Dachflächen sollen möglichst ruhig und flächig wirken, als Dachflächenfenster werden Stebler-Lamellenfenster mit einer geschuppten Verglasung eingesetzt. Dadurch kommen auch diese Fenster mit einer sehr niedrigen Brüstung aus, zudem lassen sie sich bei Bedarf auf ganzer Höhe öffnen.

Die Grundrisse sind klar gegliedert: Die Wohnungen werden zentral über einen Flur erschlossen. An der Brandwand zum Baufeld 7 liegt die Nebenraum- und Technikzone, so dass die Versorgungsleitungen und Schächte wirtschaftlich zusammengefasst werden können. Die begrenzende Flurwand wird tragend ausgebildet. Aufgrund der geringen Haustiefe kann der gesamte Bereich zwischen dieser Wand und der Außenwand zur Falckstraße stützenfrei bleiben, wodurch die Grundrisse sehr variabel sind. Von einem loftartigen Grundriss, wie er im Dachgeschoss beispielhaft dargestellt ist, bis zu Vier-Zimmer-Wohnungen sind verschiedenste Konfigurationen möglich.

Wohnraum und Küche sind aufgrund des Ausblicks in Richtung Kleiner Kiel angeordnet und reichen hier über die gesamte Hausbreite, sodass sie über die Westfenster besonnt sind werden.

Bei Teilung der Erdgeschossebene ist eine Cafénutzung aufgrund der dann zu geringen Fläche nicht mehr sinnvoll, die Fläche lässt sich aber durch eine Trennwand in Ost-West-Richtung in zwei voneinander unabhängige kleine Ladenflächen jeweils mit Teilkeller und Galerieebene teilen, bei denen die südliche Einheit nur über die Falckstraße erschlossen wird.