Betriebshof, Niederprüm

Betriebshof, Niederprüm

Bauherr Kommunale Netze Eifel AöR
Projektadresse 54595 Niederprüm
Wohn- / Nutzfläche 1.506 m2
Planungsbeginn  
Abgabe November 2011
Baukosten  
Leistungsphasen  

Leitidee
Verwaltungs- und Betriebsgebäude werden zur Nutzung von Synergieeffekten und zur Optimierung des Gebäudevolumens zu einer gestalterischen Einheit zusammengefasst. Die Anordnung des Gebäudes in Ost-West-Richtung nutzt die Höhenunterschiede der vorhandenen Topografie zur getrennten Abwicklung der Betriebsabläufe: Das Betriebsgebäude liegt im unteren Geschoss und im Ostflügel des Erdgeschosses, während der Verwaltungsbereich den EG-Westflügel und das Obergeschoss einnimmt. Ihr Überschneidungsbereich bildet das Zentrum des Hauses. Hier liegen die Haupteingänge, die zentrale Treppe und die gemeinsam genutzten Sozial- und Nebenräume.

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Beide Betriebsteile behalten durch die unterschiedlichen Niveaus und die räumliche Trennung der ihnen zugeordneten  Freibereiche ihre funktionale Eigenständigkeit.

Funktionen und Raumprogramm
Die verschiedenen Funktionsbereiche sind im Inneren deutlich voneinander getrennt und nehmen verschiedene Gebäudeflügel ein, die auch separat voneinander barrierefrei erschlossen werden können. Die Büros des Verwaltungsbereichs sind im gesamten Obergeschoss und im westlichen Teil des Erdgeschosses angesiedelt; die Büros mit Besucherverkehr haben eine direkte Verbindung zum Foyer.
Im östlichen Gebäudeflügel sind im Erdgeschoss Archiv und Lager sowie der Umkleidebereich angeordnet. Aus dem Umkleidebereich besteht über eine interne Treppe ein direkter Zugang zu den Fahrzeugen und den Werkstätten.
Das Untergeschoss nimmt die Laborräume, die Fahrzeughalle und die Lagerräume sowie den Sozialraum auf, der mit seiner Teeküche wie sämtliche gemeinsam genutzten Räume unmittelbar neben der zentralen Treppe angeordnet ist.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz (Betrieb)
Der Neubau bietet mit seiner kompakten Form beste Voraussetzungen für geringe Energieverbräuche bei einem Minimum an Technik. Die hochgedämmte Gebäudehülle minimiert von vorneherein Wärmeverluste; durch die tragende Porotonkonstruktion der Außenwände in Verbindung mit einer hochwertigen Kerndämmung vor einbindenden Bauteilen ist eine wärmebrückenfreie Konstruktion einfach zu realisieren.
Es soll eine Fußbodenheizung eingesetzt werden, die bei einer großen Behaglichkeit ein vergleichsweise geringes Temperaturniveau und niedrige Vorlauftemperaturen zulässt. Zusätzlich sollen eine zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung und, wo das möglich ist,  sparsame LED-Leuchten zur Ausführung kommen. Der zentrale Technikraum, eine kurze Leitungsführung und die kompakte Anordnung der Sanitärräume sorgen in diesem Bereich für einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen.
Während Solarthermieanlagen aufgrund des geringen Warmwasserverbrauchs vermutlich nicht wirtschaftlich einzusetzen sind, können Photovoltaikanlagen gut auf den Dächern angeordnet werden. Durch die Südausrichtung der Hauptfassaden sind die Paneele gestalterisch mit einem Aufstellwinkel von ca. 15° unauffällig auf den Flachdächern unterzubringen. Es ist sogar denkbar, Solarpaneele in die Natursteinverkleidung der Fassaden zu integrieren.

Erweiterbarkeit
Beide Funktionsbereiche sind separat und unabhängig voneinander erweiterbar. Es ist vorgesehen, dass die jeweiligen Gebäudekörper nach Westen und Osten verlängert werden. Die zentralen Erschießungsfunktionen bleiben dabei erhalten. Beide Funktionsbereiche können während der Erweiterungsarbeiten unter minimalen Beeinträchtigung weiterbetrieben werden. Die Größe der jeweiligen Erweiterung ist flexibel auf zukünftige Nutzerbedürfnisse anzupassen.