Alsen-Gelände, Izehoe

Alsen-Gelände, Izehoe

Bauherr Stadt Itzehoe
Projektadresse Alsen-Gelände, 25524 Itzehoe
Wohn- / Nutzfläche Projektgebiet: 5 ha
Planungsbeginn Dez. 2009
Fertigstellung Mai 2011
Baukosten Hochbau: 4,25 Mio. Euro
Freianlagen: 1,9 Mio. Euro
Leistungsphasen  1-2

Die Portland-Zementfabrik Alsen war über 120 Jahre einer der wichtigsten Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung Itzehoes. Das Gelände südwestlich der Itzehoer Innenstadt umfasste ursprünglich eine Fläche von 25 ha und wurde bis 1985 intensiv genutzt. Seit diesem Zeitpunkt lag das Gelände brach, Teile wurden in den 1990er Jahren an private Investoren verkauft und in ein Gewerbegebiet umgewandelt. Die prägende, großmaßstäbliche Bebauung wurde nach und nach abgebrochen, so dass heute nur noch wenige Zeugnisse der Industriegeschichte erhalten sind.

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Im Rahmen das Städtebauförderungsprogrammes „Stadtumbau West“ wurde BSP Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit kessler.krämer Landschaftsarchitekten und Dau-Schmidt.Tornow damit beauftragt, ein Konzept für die Reaktivierung des Geländes zu entwickeln. 

Die neuen Nutzungsideen wurden in intensiver Abstimmung mit Beteiligten und Verwaltung abgestimmt und als Nutzungs- und Gestaltungsplan dargestellt. Er basiert auf vier Bausteinen: Jugend, Kultur, Bewegung und Event. Baulich finden sich diese Themen wieder in der Ansiedlung des Hauses der Jugend, im Ausbau der bereits vorhandenen Aktivitäten des Vereines planet-alsen e.V. und in der Herstellung einer Event-Fläche für temporäre Veranstaltungen. Diese geplanten Nutzungen profitieren durchweg von der stadtnahen Lage des Geländes, die trotz ihrer autarken Lage auch lärmintensive Nutzungen zulässt. Die Freianlagen werden durch den Sportpark „Alsen rotiert“ aufgewertet. Der Park ermöglicht es, die Eigenart des Ortes zu erhalten und ihn in Ergänzung zu den geplanten Nutzungen in den Gebäuden zusätzlich zu beleben. 

Die charakteristische erhaltene Gebäudezeile am Bahndamm wird im wesentlichen durch die Unterbringung des „Hauses der Jugend“ neu genutzt. Dieses Raumprogramm lässt sich sehr gut auf die Bestandsgebäude übertragen und profitiert gleichzeitig von dem angrenzenden Sportpark „Alsen rotiert“. Die bereits etablierte Nutzung der südlichen Gebäudeteile für den Kulturverein planet-alsen wird erhalten und ausgebaut.