Umwelt- und Technikhof

Umwelt- und Technikhof

Bauherr Umwelt- und Technikhof
Projektadresse Lise-Meitner-Straße 9-13,
24768 Rendsburg
Wohn- / Nutzfläche 2.650 m2
Planungsbeginn 2010
Fertigstellung 2011
Baukosten 2,8 Mio. Euro
Leistungsphasen 1 – 8

Technikhof und Abwasserbetrieb der Stadtwerke Rendsburg sollten auf einem Grundstück an der Lise-Meitner-Straße zusammengefasst werden. Die Grundidee war ein kompakter Baukörper, der von beiden Seiten angefahren werden kann und dessen Hof mit einer offenen Wgenremise gefasst wird.
Die kompakte Bauweise reduziert die Wärmeverluste und komprimiert die Funktionen Verwaltung, Werkstattbereich, Lager und eine temperierte Halle zu einem Gebäude mit kurzen Wegen.
Die Remise dient als Unterstellplatz für Fahrzeuge und Material, das witterungsgeschützt, aber außen gelagert werden kann.

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Am Kopf des Gebäudes ist der Verwaltungsbereich untergebracht. Hier sind sämtliche Räume mit Besucherverkehr barrierefrei erreichbar. Die Sozialräume liegen ebenfalls auf dieser Ebene mit direktem Zugang nach außen. Über einen Nebeneingang an der Rückseite des Gebäudes ist der Schwarzbereich (= Schmutzbereich) des Abwasserbetriebs getrennt von den anderen Nutzungen direkt erreichbar. Alle intern genutzten Räume wie Umkleiden, Duschen und Technik liegen im Obergeschoss und sind über zwei Treppen (getrennt für Schwarz- und Weißbereich) zu erreichen. Aus beiden Ebenen sind die Betriebsräume direkt zugänglich. Die zweibündig gegliederten Werkstätten sind mit einer multifunktionalen Mittelzone aneinander gekoppelt. Hier können Lagerräume, Nischen und Logistikflächen je nach Bedarf eingerichtet werden.

Die kompakte Form des Gebäudes wurde mit einer wirtschaftlichen Skelettkonstruktion realisiert. Tragende Betonstützen führen die Dachlasten über Betonunterzüge ab. Das flach geneigte Satteldach besteht aus einer Trapezblechkonstruktion mit aufliegender Wärmedämmung und einer Folien-Abdichtung. Der Mittelgang wird über Lichtkuppeln mit Tageslicht beleuchtet. Die Fassade ist mit anthrazitfarbenen großformatigen Platten mit horizontaler Metallbänderung bekleidet. Die lange Reihe von Hallentoren wird durch eine Betonrahmung zu einem gestalterischen Element zusammengefasst.  Der Eingangsbereich ist ins Gebäude eingeschnitten und in  einem hellen Grün abgesetzt. Die expressive Farbgestaltung wird im gesamten Gebäude fortgesetzt.