Haus Bendfeldt

Das Baujahr des Hauses ist mit 1939 dokumentiert. Das Haus wurde bis zu seinem Anbau 2002 nicht wesentlich baulich verändert. Es liegt im alten Teil von Kronshagen in einem Quartier das von der Denkmalpflege und der Stadtplanung aufgrund seiner homogenen Architektursprache als wertvoll eingestuft wird.

Durch den Anbau sollten keine wesentlichen Eingriffe in die Raumstruktur erfolgen, lediglich eine Anpassung an moderne Grundrissanforderungen. Hierzu wurde die Küche um ca. 1.50 m zum Garten hinaus bis auf die Außenwand des Kellers verlängert. Das gleiche erfolgte mit der Außenwand des Kinderzimmers im 1. Obergeschoss. Durch diese Maßnahme konnte auf die notwendige Balkonsanierung verzichtet werden.
Innerhalb der Baumaßnahme wurde auch die Garage und ihre Zufahrt die unterhalb der Küche lag zurückgebaut.

Der Anbau sollte sich bewusst in Form und Materialität von der ursprünglichen Architektur abheben. Eine Erweiterung sollte nicht historisieren, sondern eine eigene, zeitgemäße Architektursprache sprechen. Bewusst wird der Anbau unterhalb der bestimmenden Dachform des Altbaus gesetzt. Die neuen „alten“ Materialien wie vorpatiniertes Kupfer für die Fassade, Eichenholz für die Fenster stehen im Kontrast zu den vorhandenen Baustoffen, bilden aber durch ihre Wertigkeit eine homogene Einheit.

Der harmonische Kontrast zwischen Alt und Neu wird durch die Formgebung des Anbaus und die Probportionierung der Fensteröffnungen unterstrichen. Die Terrasse erschließt sich nach dem Umbau über eine breite Freitreppe dem Garten. Durch die Ausführung als Holzgräting fügt sich das neue Element leicht in das Ensemble ein. 

Jens Bendfeldt
Hasselkamp, Kronshagen
300 m²
2002